Bald fehlen über 20.000 Pflegekräfte (WIFO)


Christian Öser von ORF.at hat sich die neueste Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) zum Thema Bedarf an Pflegekräften genau angesehen. Demnach gibt es demografisch keinen Zweifel, dass die Bevölkerung immer älter wird und folglich der Bedarf an Pflegekräften steigt. Laut dieser Studie des WIFO  wird es bald akuten Mangel geben. Bis 2030 würden gut 24.000 zusätzliche Stellen benötigt.

Christian Öser schreibt: „Die vom WIFO genannte Zahl von 23.000 Stellen entspricht 18.000 Pflegerinnen bzw. Pflegern mit voller Stundenverpflichtung (Vollzeitäquivalenten). Bis zum Jahr 2050 schätzt das Institut den Mehrbedarf sogar auf knapp 80.000 Kräfte (58.000 Vollzeitäquivalente). Besonders viele Pflegekräfte fehlen in Vorarlberg. Mit Stand 2016 gab es gemäß dem der APA vorliegenden Bericht 63.000 Pflegekräfte (45.000 Vollzeitäquivalente) in Österreich. Laut den Pflegeexperten des WIFO, Ulrike Famira-Mühlberger und Matthias Firgo, würde die prognostizierte Steigerung bis 2030 einen Zuwachs um rund 39 Prozent bedeuten. Bis 2050 sind laut den Berechnungen des Instituts sogar mehr als doppelt so viele Pflegekräfte nötig (ein Plus von rund 127 Prozent). Die Prognosen basieren auf Daten der Statistik Austria und aktuellen Projektionen zur Nachfrage nach Pflegedienstleistungen. Die Schätzung umfasst sowohl den Bereich der mobilen Pflege (für jene, die zu Hause gepflegt werden) als auch den stationären Bereich (Pflegeheime).“ Der Hauptgrund für diese dramatische Erhöhung des Plegebedarfs ist die demografische Bevölkerungsentwicklung. Christian Öser schreibt: „Laut WIFO wird sich die Zahl der alten Menschen in Österreich in den kommenden Jahrzehnten sowohl absolut als auch relativ (zu jener der Jüngeren) stark erhöhen. Während im Jahr 2017 nur 4,9 Prozent der Österreicher 80 Jahre oder älter waren, werden es bis 2030 6,7 Prozent sein, zeigen Daten der Statistik Austria. 2050 wird dann schon mehr als jeder zehnte Österreicher über 80 Jahre alt sein (11,1 Prozent). In absoluten Zahlen wird die Steigerung noch deutlicher: 2017 waren rund 436.000 Personen 80 Jahre oder älter. Laut Prognose werden es 2030 dann 636.000 sein. 2050 übersteigt die Zahl der Älteren bereits die Millionengrenze (1,084 Mio.).“ (Öser Christian 2019; in: Orf.at vom 24. März 2019,  abgerufen am 27.03.2019) 

 


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